Heiligendamm
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Geistlicher Missbrauch entfaltet seine destruktive Wirkung insbesondere bei Menschen, die sich mit Herzblut, Ressourcen und ihrer Lebensplanung in christlichen Projekten engagieren, bevor sie mit toxischen Leitungsstrukturen kollidieren.

Anschließend irren sie verwirrt durch die christliche Szene und suchen nach Antworten, die sie von offizieller Seite nicht bekommen. Ganz im Gegenteil: Für die Berufsaufsicht zuständige Personen und Stellen bewerten Betroffene des geistlichen Missbrauchs nach wie vor als Einzelfälle mit einer verschobenen Wahrnehmung der Tatsachen. Das ist falsch!

Geistlicher Missbrauch ist ein strukturelles Problem, das es Tätern ermöglicht, nachhaltig ungestört dysfunktionale Leitungspraktiken auszuleben.

Auf dieser Webseite geht es um geistlichen Missbrauch.

Wir beantworten Fragen wie: Was ist geistlicher Missbrauch? Wie gehe ich als Betroffener damit um? Wo bekomme ich Hilfe? Was sagt die Bibel dazu?

Die nachfolgende Checkliste zeigt typische Merkmale des geistlichen Machtmissbrauchs auf. Je mehr dieser Punkte in Ihrem Umfeld relevant sind, umso mehr können Sie davon ausgehen, dass geistlicher Missbrauch vorliegt.


  • Wer ein Problem anspricht, wird zum Problem gemacht.
  • Wer den Leiter hinterfragt, bekommt Rebellion, Autoritätsprobleme, Respektlosigkeit und mangelndes Vertrauen unterstellt.
  • Vertrauliche Gespräche werden zur Kontrolle und zu späteren Erpressungsversuchen benutzt.
  • Der Leiter nimmt sich das Recht, über das Privatleben zu bestimmen.
  • Die Leitung übernimmt keine Verantwortung für eigene Fehler.
  • Der Schein ist wichtiger als das Sein.
  • Der Leiter fordert Vertrauen und Gehorsam aufgrund seines Amtes.
  • Der Leiter fordert einen Vertrauensvorschuss.
  • Lügen, Verleumdungen und Wortbrüche werden als Missverständnisse verharmlost.
  • Freundschaften, Familien und Ehen werden zerstört.
  • Mitspracherecht besteht nur zum Schein und hat keine Relevanz für die Handlungen des Leiters.
  • Der Leiter stellt Berufung und Begabung anderer Mitarbeiter in Frage.
  • Der Leiter manipuliert durch Fragen wie „Kann das von Gott sein in dir?“
  • Wer und was nicht in das Konzept des Leiters passt, wird dämonisiert
  • Wer ähnliche Begabungen wie der Leiter hat, wird bewusst zu Tätigkeiten eingesetzt, die nicht dem Gabenprofil entsprechen.


Diese Liste stellt die markantesten Merkmale geistlichen Missbrauchs dar. Im Prinzip haben alle Punkte etwas mit Angst und Unsicherheit der Leitungsperson zu tun. Aus dieser Unsicherheit folgen Masken und Lügen sowie ein erbittertes Vorgehen gegen alle, die diese Masken und Lügen durchschauen.

 

 
 
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